Händlerinnen und Händler sehen mit Blick auf die Zukunft großen Investitionsbedarf. Das geht aus den Daten in der aktuellen Broschüre „Investitionen in die Zukunft“ des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor, die auf Grundlage der aufgezeigten Investitionsschwerpunkte auf politische Handlungsbedarfe hinweist. Der HDE fordert angesichts der krisenbedingt weiterhin angespannten Lage im Einzelhandel Investitionshilfen für Zukunftsinvestitionen.

„Viele Händlerinnen und Händler sind aktuell nicht in der Lage, notwendige Zukunftsinvestitionen aus eigener Kraft zu stemmen. Die Auswirkungen der Krisen der vergangenen Jahre belasten den Einzelhandel bis heute stark“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Handelsunternehmen seien sich dessen bewusst, dass Investitionen in die digitale Transformation, den Klimaschutz oder ihre Standorte notwendig seien. Wie die in der aktuellen HDE-Broschüre „Investitionen in die Zukunft“ zusammengestellten Umfrageergebnisse zeigen, erkennen Händlerinnen und Händler insbesondere mit Blick auf die Digitalisierung und Innovationen Investitionsbedarfe. „Die wirtschaftliche Situation vieler Handelsunternehmen lässt aber keinen Spielraum, um in die Zukunftsfähigkeit der Geschäfte zu investieren“, so Genth weiter. Vor allem Hunderttausende gesunde und gut geführte Unternehmen aus dem mittelständischen Einzelhandel müssten jedoch investieren, um im harten Wettbewerb bestehen zu können.
Der HDE sieht daher Investitionshilfen als wichtige Voraussetzung für die Umsetzung von zukunftsorientierten Projekten im Einzelhandel. Besonders gefragt sind Investitionen in eine bessere städtische Infrastruktur, die von 41 Prozent der Befragten als am wichtigsten bewertet werden. Dringend notwendig sind demnach auch finanzielle Zuschüsse für Investitionen in die Geschäftsausstattung und Geschäftsprozesse (38 Prozent) sowie Digitalisierungshilfen (36 Prozent) und Maßnahmen zur Förderung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit (33 Prozent).
„Wo immer möglich, geht der Handel schon heute voran. Die Branche investiert etwa bereits seit Jahren in zahlreiche Klimaschutzmaßnahmen und konnte ihren CO2-Ausstoß um 33 Prozent gegenüber 2013 reduzieren. Das ist ein großer Erfolg“, so Genth. Allerdings seien die aktuellen Rahmenbedingungen für den Ausbau von Photovoltaik und Ladeinfrastruktur sowie im Bereich Energieeffizienz nicht förderlich. „Hier brauchen wir substanzielle Verbesserungen. Gerade beim Photovoltaik-Ausbau sind Handelsunternehmen aufgrund zahlreicher Regularien überfordert“, so Genth weiter. In den Bundesländern existierten derzeit unterschiedliche Ansätze zum verpflichtenden Ausbau von Photovoltaik. Auch unterschiedliche Anforderungen für Netzanschlussverfahren von Verteilnetzbetreibern führten zu Verzögerungen und Mehraufwand. „Der regulatorische Flickenteppich ist ein echtes Investitionshemmnis. Es ist an der Zeit für eine Vereinheitlichung der Anforderungen“, betont Genth.
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Quelle: Handelsverband Deutschland | Presse
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