Seit Jahren arbeite ich mit WordPress als CMS und bin voll und ganz zufrieden. Doch schaue ich als Web-Nerd immer wieder gerne über den Tellerrand und will wissen, was es sonst noch auf dem Markt gibt. Es gibt viele Anbieter von Content-Management-Systemen, die verschiedene Dienste und Funktionen anbieten, die in diese CMS integriert sind. Ein besonders schillerndes CMS mit robusten und vielfältigen Funktionen ist HubSpot CMS Hub.

Es wäre unfair, HubSpot CMS in dieselbe Kategorie zu stecken wie die anderen Content Management Systeme, denn HubSpot bietet in seinem Universum viel mehr als nur das CMS. Es ist eher eine Marketing- und Kunden-Management-Suite (CRM), die wir beim digital-magazin.de auch schon im Einsatz hatten.
Über HubSpot CMS Hub
Das HubSpot CMS ist kein neuer Service – es gibt es seit April 2020. Aber ich habe das Gefühl, dass es jetzt immer mehr Unternehmen nutzen. „HubSpot vs. WordPress„-Blogs tauchen immer mehr auf, und die Frage „Was ist ein Content Management System?“ wird in letzter Zeit immer häufiger gestellt.
Was ist der HubSpot CMS Hub?
Das HubSpot CMS – von HubSpot als CMS Hub bezeichnet – ist ein Content-Management-System. Stellen Sie es sich als einen Website-Builder wie WordPress oder SquareSpace vor. Es ist eine Plattform, die Ihnen den Rahmen bietet, den Sie für den Aufbau einer soliden, erfolgreichen Website benötigen.
Was ist anders am HubSpot CMS Hub?
Wie andere Content-Management-Systeme ist auch HubSpot CMS Hub so konzipiert, dass Sie Ihre Website damit aufbauen können. Im Gegensatz zu anderen Content-Management-Systemen wurde CMS Hub speziell entwickelt, um Ihnen die Verwaltung Ihrer Website zu erleichtern. Es ist auf Sicherheit, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit ausgelegt und lässt sich direkt mit den übrigen HubSpot-Tools verbinden, um Marketing- und Vertriebsunterstützung zu bieten.
Wie funktioniert der HubSpot CMS Hub?
Wenn Sie neu bei HubSpot sind, werden Sie sich vielleicht fragen, wie CMS Hub funktioniert. Wie melden Sie sich an? Wie nehmen Sie Änderungen vor? Wie funktioniert die Plattform überhaupt? Schauen Sie sich dieses Video an, um eine kurze Einführung in das Backend einer CMS Hub-Website zu erhalten.
HubSpot CMS Tutorial für Anfänger (Englisch):

Sobald Ihre Website auf dem HubSpot CMS Hub eingerichtet ist, lässt sie sich ziemlich intuitiv bedienen. Als jemand, der lange Zeit mit WordPress gearbeitet hat, würde ich sagen, dass HubSpot sein Backend so benutzerfreundlich wie möglich gestaltet hat.
Wie gestalte ich eine Website mit dem HubSpot CMS Hub?
Ähnlich wie bei WordPress können Sie mit HubSpot CMS Hub Ihre Website entweder von Grund auf neu erstellen, indem Sie jedes Element von Hand kodieren, oder aus einer Bibliothek von Vorlagen und Templates für Ihre Webseite auswählen. Wenn Sie Ihre Website individuell entwickeln möchten, müssen Sie HubL beherrschen – die benutzerdefinierte Programmiersprache von HubSpot. Wenn Sie nur eine Website erstellen möchten, bietet HubSpot Ihnen eine Vielzahl kostenloser und kostenpflichtiger Optionen, mit denen Sie Ihre Vorstellungen verwirklichen können.
Was ist, wenn ich meiner neuen CMS-Hub-Website eine bestimmte Funktion hinzufügen möchte?
WordPress-Nutzer sind mit dem Open-Source-System von WordPress vertraut, das es Ihnen ermöglicht, aus Millionen von Widgets und Plugins zu wählen, um Ihrer Webseite alle möglichen Funktionen hinzuzufügen.
Das HubSpot CMS Hub funktioniert auf ähnliche Weise. Zusätzlich zu den oben genannten Templates  bietet HubSpot CMS Hub einen App-Marktplatz mit benutzerdefinierten Modulen, die Sie durchsuchen können, um die gewünschten Funktionen zu finden. Allerdings konnte ich auf dem App-Marktplatz nur 35 Module/PlugIns finden, die auch noch überwiegend kostenpflichtig waren. Zum Vergleich: WordPress bietet – Stand heute – 59.766 kostenlose Plugins. Für viele Anwender muss das aber kein No-Go sein, sondern vereinfacht die Sache der eigenen Webseitengestaltung sogar.
Aber: Die HubSpot-Bibliothek ist etwas „kontrollierter“ als das Open-Source-System von WordPress. Dies erhöht die Sicherheit der Plattform erheblich – Sie müssen sich nicht fragen, ob das Plugin, das Sie installieren, sicher ist. Das bedeutet aber auch, dass es im Moment noch etwas weniger Optionen gibt.
Wenn sich mehr Entwickler und Partner mit dem HubSpot CMS Hub vertraut machen, werden sie die Möglichkeiten des Content Management Systems erweitern können, aber im Moment ist es noch eine relativ neue Plattform. Das heißt, wenn Sie nicht finden, was Sie suchen, hat HubSpot eine ganze Reihe von Lösungspartnern, die Ihnen gerne genau das bauen, was Sie brauchen – natürlich gegen Geld.
Was sind die Vorteile des HubSpot CMS?
Geschwindigkeit – Wie Ihnen jeder SEO bestätigen wird, ist die Geschwindigkeit Ihrer Website ein wichtiger Faktor für das Ranking Ihrer Website. Das HubSpot CMS wurde entwickelt, um außergewöhnliche Geschwindigkeit zu liefern, eine Funktionalität, die im Gegensatz zu anderen Open-Source-CMS-Plattformen direkt in das System integriert ist.
Sicherheit – Da über 43 % der weltweiten Websites auf WordPress basieren, wird Ihnen jeder Besitzer einer WordPress-Website bestätigen, dass die Sicherheit ein ständiges Anliegen ist. Da so viele Menschen damit arbeiten, ist es ein beliebtes Ziel für Hacker. Das HubSpot CMS bietet den Schutz der Anonymität, ist aber auch bestrebt, eine der besten Datensicherheiten auf dem Markt zu bieten.
Stabilität – HubSpot bietet eine Betriebszeit von 99,999 %, PLUS ein Team, das ständig daran arbeitet, die gehostete Website schneller, sicherer und zuverlässiger zu machen.
DATEN! – Als Content-Marketer und SEO-Nerd bin ich natürlich voreingenommen. Aber für jeden, der andere HubSpot-Funktionen nutzt – den Marketing Hub, den Sales Hub und sogar den Service Hub – ist die Daten- und Analyseintegration unvergleichlich. Meiner Meinung nach gibt es nur ein anderes Ökosystem von Marketing-Tools in Kombination mit CMS, das mir ähnliche, detaillierte  Daten über die Leistung der Marketing- und Vertriebsdaten unseres Teams liefern könnte. Das ist ZOHO ONE, das wir aktuell auch nutzen (außer das CMS), doch schaue ich hier schon etwas neidisch auf die visuelle und einfache Datenaufbereitung, die HubSpot hier abliefert.
Was sind die Nachteile des HubSpot CMS?
Benutzerdefinierte Programmierung- Wie ich bereits erwähnt habe, verwendet HubSpot CMS Hub seine eigene Programmiersprache – HubL. Wenn Sie Ihre Website von Grund auf neu erstellen möchten, könnte dies einige Probleme mit sich bringen und die Einführungszeit derWebseite verlängern. Wenn Sie jedoch bereit sind, ein vorgefertigtes Theme herunterzuladen und loszulegen, sollten Sie nicht auf allzu viele Probleme stoßen.
Design-Einschränkungen – Das HubSpot CMS funktioniert sehr gut, wenn Sie mit Ihrem Template oder Theme wirklich zufrieden sind. Wenn Sie spezielle Wünsche haben und Dinge ändern möchten, die Ihre Vorlage nicht unterstützt, benötigen Sie dazu möglicherweise die Hilfe eines Entwicklers. Für den Durchschnittsnutzer ist dies nichts.
Es ist eine neue Plattform – Neu ist toll. Aber neu bedeutet auch, dass es manchmal noch Macken gibt, die noch ausgearbeitet werden müssen. Das HubSpot-Team hat zwar hervorragend auf alle Fragen geantwortet, die wir im Zusammenhang mit unserer Website hatten, aber manchmal müssen wir damit leben, dass die Antwort einfach lautet: „Wir arbeiten daran“. HubSpot ist immer noch dabei, Features und Funktionen für CMS Hub zu entwickeln.
Preis – Wenn es um CMS-Anbieter geht, liegt HubSpot definitiv auf der teureren Seite. Sie zahlen mehr für das CMS Hub, aber dafür erhalten Sie auch viele Funktionen, die Sie bei einer kostenlosen WordPress-Site nicht bekommen würden, vor allem Stabilität, Sicherheit, Geschwindigkeit und eine perfekte Integration Ihrer HubSpot-Services.
Mein Fazit:
Das HubSpot CMS Hub ist toll … keine Frage. Es ist gut bedienbar, sieht gut aus, bietet tolle Funktionen, ist stabil, sicher und schnell. Die Integration des HubSpot-Ökosystems in Ihre Webseite ist ein Kinderspiel. Für einfache Firmenwebseiten oder Marketingseiten scheint der HubSpot CMS Hub das ideale System zu sein. Für Webmaster, die absolute Kontrolle über Ihr System haben wollen, alle erdenklichen Funktionen einer Webseite nutzen möchten oder komplexe Prozesse auf einer Webseite umsetzen möchten, scheint der CMS Hub (noch) eher ungeeignet. Ich werde dieses CMS auf jeden Fall im Auge behalten und es mir immer wieder mal ansehen, um die Entwicklung zu beobachten. Mir fallen auch schon direkt zwei meiner Kunden ein, für die der CMS Hub wie geschaffen zu sein scheint.
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Quelle: Das Digital Magazin | Online Marketing
Titelbild/Grafik by Das digital Magazin | CLICKHERO GmbH

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