Die Türkische Post (PTT) soll kontinuierlich zu einem großen E-Commerce Player ausgebaut werden. Schon jetzt investiert die PTT große Summen in den Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur und in innovative Onlinehandel-Projekte. Das Ziel ist es, türkischen Unternehmen den Zugang zum Weltmarkt zu erleichtern und zu einer wahren E-Commerce Größe in der Region zu werden. Durch Corona wird diese Entwicklung massiv beschleunigt.

Ausbau der PTT
Die staatliche Post der Türkei soll zu einem großen E-Commerce Player ausgebaut werden. Das verkündete der zuständige Minister für Verkehr und Infrastruktur, Adil Karaismailoglu. Er betonte, dass die PTT schon jetzt hohe Summen in die Digitalisierung investiere und die Türkei somit ins digitale Zeitalter voranbringe. Als Beispiele nannte er die E-Shopping- und Online-Frachtservices, die von der PTT realisiert wurden.
Ein Ziel dieses Vorgehens besteht darin, türkischen Unternehmen den Zugang zum Weltmarkt zu erleichtern. Aktuell sind es vor allem bürokratische Hürden wie Zollabfertigungen und Exportbestimmungen, die ein globales Agieren türkischer Betriebe erschweren oder sogar unmöglich machen. Die PTT möchte durch digitale Angebote dafür sorgen, dass die Firmen mit solchen Aufgaben besser umgehen und sich am Weltmarkt positionieren können.
Die Türkei will zu einer regionalen Größe im E-Commerce werden
Die Türkei verfolgt das Ziel, in Sachen E-Commerce zu einer regionalen Größe zu werden. Schon jetzt fördert sie zahlreiche Digitalprojekte, mit denen der Onlinehandel vor Ort gestärkt werden soll. Insbesondere eine logistische Infrastruktur und digitale Technologien rücken hierbei in den Fokus. Um möglichst flexibel und global agieren zu können, sollen Lagerhäuser in verschiedenen Ländern wie Deutschland, Großbritannien und Russland entstehen. Außerdem setzt die Türkei stark auf Human Ressources und eine fundierte Ausbildung der Menschen. Denn erst die Kombination aus modernen Technologien und gut ausgebildeten Fachleuten macht einen Aufstieg zur E-Commerce Macht möglich.
Corona beschleunigt diese Entwicklung
Die Pläne der Türkei bestehen schon lange, sie werden jetzt aber mit Nachdruck vorangetrieben. Das liegt unter anderem daran, dass die Corona-Krise die Bedeutung der Digitalisierung mit Wucht deutlich gemacht und digitale Defizite schonungslos aufgedeckt hat. Die Türkei hat im Juni 2020 Waren im Wert von 8,9 Milliarden Euro exportiert. Das entspricht einem Minus von 40,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat, berichtet Andreas Neubrand auf hurriyet.de. Nur die digitalen Möglichkeiten haben die Verluste etwas abgefedert, die sonst noch dramatischer ausgefallen wären.
Karaismailoglu betont, dass aktuell 1,9 Milliarden Menschen weltweit E-Commerce Angebote nutzen würden. Er gehe aber davon aus, dass diese Zahl Corona bedingt deutlich ansteigen wird. Die Türkei muss sich auf diese Entwicklung einstellen, um wirtschaftlich stark zu bleiben. Hierbei spielen vor allem die Märkte in Deutschland, dem Irak und den USA eine Rolle, weil die Türkei hier besonders stark präsent ist.
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Quelle: Das Digital Magazin | eCommerce
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